Titelaufnahme

Titel
Geburtsdauer in Bezug auf den mütterlichen BMI - eine retrospektive Datenanalyse / eingereicht von Vera Eva Maria Skorpil
Weitere Titel
Duration of delivery according to maternal BMI - a retrospective data analysis
Verfasser / VerfasserinSkorpil, Vera Eva Maria
GutachterSpringer, Stephanie
Erschienen2018
Umfang61 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeDezember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Geburtsdauer / BMI / Übergewicht / Adipositas
Schlagwörter (EN)duration of delivery / BMI / overweight / obesity
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Übergewicht/Präadipositas und Fettleibigkeit/Adipositas wird vor allem in den westlichen Ländern durch ihre steigende Prävalenz in den letzten Jahrzehnten zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Die gesteigerte Energiezufuhr und die parallel dazu meist geringe körperliche Aktivität im Alltag sowie auch genetische Prädispositionen steigern das Erkrankungsrisiko. Vor allem in der Schwangerschaft stellt ein zu hohes Körpergewicht bzw. ein erhöhter BMI der werdenden Mutter ein Risiko dar. In diversen Studien konnte gezeigt werden, dass mit steigendem, maternalen BMI bzw. zunehmendem Grad der Adipositas eine Protrahierung der Geburtsdauer beobachtet werden kann.

Ziel:

Das Studienziel dieser retrospektiven Datenanalyse ist, eine signifikante Korrelation zwischen dem präkonzeptionellen, maternalen BMI und der Geburtsdauer aufzudecken. Der Fokus liegt auf einem Patientenkollektiv, welches ausschließlich aus Erstgebärenden besteht.

Material und Methoden:

In diese retrospektive Studie wurden 3081 Erstgebärende, welche am AKH (klinische Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin) zwischen 1.1.2007 und 31.12.2017 betreut wurden und entbunden haben, eingeschlossen. Somit erfolgte die Datenerhebung aus der klinik-internen Datenbank.

Statistische Verfahren:

Der Hauptzielparameter ist die Geburtsdauer. Im Rahmen der für die Hypothese relevanten Analysen erfolgt ein jeweils paarweiser Vergleich der Normalgewichtigen mit den Übergewichtigen und den Adipösen I., II. und III. Grades. Das festgelegte Signifikanzniveau liegt bei 5%.

Resultate:

Es zeigte sich beim Vergleich der Normalgewichtigen mit den Übergewichtigen kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Geburtsdauer (p = 0,718). Auch beim Vergleich der Normalgewichtigen mit den Adipösen I. Grades (p = 0,538), II. Grades (p = 0,787) und III. Grades (p = 0,771) konnte kein signifikantes Ergebnis festgestellt werden. Frauen mit einem BMI 25 waren zum Zeitpunkt der Geburt ihrer Kinder signifikant jünger (p = 0,025) und signifikant häufiger auf eine medikamentöse Zervixreifung (p-Wert 0,001) mittels Propess oder Misoprostol angewiesen. Des Weiteren waren bei Frauen mit einem BMI 25 signifikant weniger vorherige Schwangerschaften zu erheben (p = 0,001). Normalgewichtige wurden signifikant häufiger mit regelmäßiger Wehentätigkeit vorstellig (p = 0,001). Die Neugeborenen übergewichtiger bzw. fettleibiger Frauen waren signifikant schwerer zum Zeitpunkt ihrer Geburt (p = 0,003).

Zusammenfassung (Englisch)

Background:

The prevalence of overweight and obesity has been increasing worldwide throughout the last decades. Western countries are affected in particular. Consequently, more and more research on the subject matter is conducted. There is a higher risk to become overweight or obese, if the energy supply increases and the energy consumption decreases. The risk also depends on genetic predisposition. So far, several studies found that a higher maternal BMI leads to a delay of labour.

Target:

The aim of this retrospective data analysis is to find a significant correlation between the preconceptional maternal BMI and the duration of delivery. The patient collective exclusively consists of primipara.

Material and methods:

3081 patients met the criteria to be included in this study. All of them gave birth at the Vienna General Hospital (clinical department of obstetrics and feto-maternal medicine) between January 1st 2007 and December 31th 2017.

Statistics:

The main parameter was the duration of delivery. Normalweight women were compared in pairs with overweight and obese women (first, second and third degree). The significance level was set to 5%.

Results:

The duration of delivery didnt differ significantly between normalweight women and overweight women (p-value 0,718). The comparison of normalweight people with obese people of first (p-value 0,538), second (p-value 0,787) and third degree (p-value 0,771) didn't show a significant result either. Women with a BMI 25 were significant younger (p-value 0,025) at the time of delivery and they were more often treated with medication for cervical maturation (p-value 0,001) such as Propess or Misoprostol. Women with a BMI 25 had been pregnant less often before (p-value 0,001) and their labour pains were more regular at the time of arrival at the hospital (p-value 0,001). Newborns of overweight and obese women had a significant higher birthweight (p-value 0,003).