Titelaufnahme

Titel
Die Therapie der Chronic Lung Allograft Dysfunction mittels Extrakorporaler Photopherese - eine retrospektive Studie / eingereicht von Moritz Landl
Weitere Titel
The treatment of chronic lung allograft dysfunction using extracorporeal photopheresis - a retrospective study
Verfasser / VerfasserinLandl, Moritz
GutachterJaksch, Peter
Erschienen2018
Umfang58 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2018
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeDezember 2018
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Lungentransplantation / Photopherese
Schlagwörter (EN)lung transplant / photopheresis / chronic lung allograft dysfunction
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund

Die Lungentransplantation (LuTx) stellt die einzige Therapieoption für PatientInnen mit Lungenerkrankungen im Endstadium dar. Hinsichtlich des Langzeitüberlebens sind die Ergebnisse verglichen mit anderen soliden Organtransplantationen jedoch bedeutend schlechter. Ein Hauptgrund dafür sind chronische Abstoßungsreaktionen, auch Chronic Lung Allograft Dysfunction (CLAD) genannt. Beim Versagen der Erstlinientherapie mit Azithromycin wird in manchen Zentren die Extrakorporale Photopherese (ECP) als weiteres Therapiekonzept bei CLAD-PatientInnen eingesetzt. Ziel dieser Studie ist es, den Effekt auf das Überleben der PatientInnen zu eruieren.

Methoden

Es handelt sich um eine retrospektive monozentrische Studie. Das Patientenkollektiv beinhaltet alle PatientInnen, die zwischen Jänner 1994 und August 2015 an der Abteilung für Thoraxchirurgie am AKH Wien lungentransplantiert wurden, im späteren Verlauf CLAD entwickelten und anschließend mittels ECP therapiert wurden. Insgesamt wurden 78 PatientInnen in die Datenanalyse eingeschlossen. Den primären Endpunkt der Studie stellt die Überlebenszeit im Vergleich zwischen ECP-Respondern und Non-Respondern dar. Des Weiteren wurden demografische Daten, CLAD-Phänotypen und Lungenfunktionsparameter analysiert.

Ergebnisse

Von insgesamt 78 PatientInnen zeigten 29 (37,2 %) eine Stabilisation der FEV1 nach 3, 6 oder 12 Monaten nach Start der ECP-Therapie. Weitere 17 (21,8 %) PatientInnen wiesen eine Verbesserung der FEV1 um mehr als 10 % auf. Bei 32 (41 %) PatientInnen zeigte sich kein Ansprechen auf die Therapie. Hinsichtlich des Überlebens zeigte sich ein signifikanter Vorteil in der Gruppe der Responder mit einem Überleben von 3380 1891 gegenüber 2553 1745 Tagen. Als negativer Einflussfaktor für das Therapieansprechen konnte eine rasche Krankheitsprogression vor ECP-Beginn ermittelt werden.

Schlussfolgerung

Diese Ergebnisse bestätigen die ECP als effektive Zweitlinientherapie für ausgewählte PatientInnen, die CLAD nach einer Lungentransplantation entwickeln.

Zusammenfassung (Englisch)

Background

Lung transplant (LuTx) is the only therapeutic option for patients suffering from end-stage lung diseases. However, in terms of long-term survival, the results are worse compared to other solid organ transplants. One major reason for this is chronic rejection, also known as chronic lung allograft dysfunction (CLAD). In case of failure of the first-line therapy azithromycin, extracorporeal photopheresis (ECP) is used as a further therapeutic concept in CLAD patients in some centers. The aim of this study is to determine the effect of ECP on patient survival.

Methods

In this retrospective single-center study, the patient collective includes all patients who received a lung transplantation between January 1994 and August 2015 at the Department of Thoracic Surgery at the AKH Vienna and were subsequently treated by ECP because of CLAD. In total, 78 patients were included in the data analysis. The primary endpoint of the study is overall survival. Furthermore, demographic data, CLAD phenotypes and lung function parameters were analyzed.

Results

Among 78 patients, 29 (37.2 %) showed a stabilization of FEV1 3, 6 or 12 months after the start of ECP. Another 17 (21.8 %) showed an improvement of more than 10 %. No response to the therapy was observed in 32 (41 %) patients. In terms of survival, there was a significant benefit in the group of responders with a survival of 3380 1891 versus 2553 1745 days. A rapid disease progression was detected as a negative factor for the response to therapy.

Conclusion

These results confirm the use of ECP as an effective second-line therapy for selected patients who develop CLAD after lung transplantation.