Bibliographic Metadata

Title
Young vs old patients with upper GI-cancer
Additional Titles
Junge versus alte Patienten mit Krebs des oberen GI-Trakts
AuthorKarner, Alexander Karl
Thesis advisorIllhan-Mutlu, Aysegül
Published2019
Description74 Blatt : Diagramme
Institutional NoteMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Date of SubmissionJanuary 2019
LanguageEnglish
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)oberer GI-Trakt / Krebs / jung / alt / Überleben
Keywords (EN)upper GI / cancer / young / old / survival
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Abstract (German)

Krebs des oberen Gastrointestinaltrakts fasst Karzinome des Ösophagus, Magens und des gastroösophagealen Übergangs zusammen. Es handelt sich um häufige Erkrankungen; weltweit sind Magenkarzinome die 5-häufigste und Ösophaguskarzinome die 8-häufigste Krebserkrankung. Vor allem in Asien sind diese Krankheiten weit verbreitet.

Krebs des oberen GI-Trakts wird oft erst in späten Stadien diagnostiziert und hat dann trotz moderner Therapien eine relativ schlechte Überlebensprognose. Die Erkrankung wird generell als Leiden des höheren Lebensalters gesehen, etwa die Hälfte aller neudiagnostizierten Fälle sind Patienten über dem 75. Lebensjahr. Allerdings gibt es auch eine jüngere Untergruppe, welche per Definition vor dem 45. Lebensjahr diagnostiziert wird. Diese junge Population ist Gegenstand intensiver Forschung, doch gibt es z.B. noch immer keinen eindeutigen Konsensus über Unterschiede bei der Prognose im Vergleich zu älteren Patienten oder ob bei jungen Patienten andere Therapiestrategien verfolgt werden sollten.

Diese retrospektive Studie analysiert 796 Datensätze von Patienten, die zwischen 2004 und 2016 an der Abteilung für Onkologie der Medizinischen Universität Wien behandelt wurden und versucht Unterschiede zwischen jungen und alten Patienten zu identifizieren. Hierzu wurden junge Patienten ähnlichen, alten Fällen gegenübergestellt und verglichen. Es wurden u.a. demographische Unterschiede festgestellt; die Behandlung und durch Chemotherapie ausgelöste Nebenwirkungen waren vergleichbar, des Weiteren wurden keine signifikanten Unterschiede in den Überlebensraten festgestellt (jung: medianes Überleben 1137 Tage vs. alt: 1512 Tage; logrank test, p=0,38). Weiterführende Analysen in Richtung überlebensbeeinflussende Parameter wurden durchgeführt. Es wurde gezeigt, dass ein höheres Krankheitsstadium und Metastasierung bei initialer Diagnose, sowie Adenokarzinome mit einem verminderten Überleben assoziiert waren. Bei den älteren PatientInnen übte außerdem Alkoholkonsum einen starken Einfluss auf das Überleben aus (p=0,003). Chirurgische Eingriffe hatten einen positiven Effekt auf die Überlebenszeit, allerdings war diese Korrelation hauptsächlich in der jüngeren Gruppe zu beobachten.

Die vergleichbaren Überlebensendpunkte und Nebenwirkungsraten sprechen dafür, dass junge und alte Patienten gleichermaßen auf die Therapien ansprechen und junges Alter keinen prognostischen Vorteil zu haben scheint. Weitere Forschung wird notwendig sein, um eventuell altersabhängige Therapiestrategien zu identifizieren und folglich das Überleben betroffener Patienten zu verbessern.

Abstract (English)

Upper GI-cancer, a collective term for esophageal cancer, gastric cancer and cancer of the gastroesophageal junction (GEJ), is very common; gastric and esophageal cancer being the fifth and eighth most common malignancy worldwide, respectively. An especially high incidence can be observed in Asia. The disease is often diagnosed in advanced stages and generally has a bad survival prognosis despite modern treatment, constant development and testing of new drugs.

Upper GI-cancer is considered to be a disease of the older population, with about half of all cases diagnosed after the age of 75. However, a young subgroup, often defined as being under 45 years of age at initial diagnosis, is a subject of intensive research. There is still no clear consensus on differences concerning prognosis between age groups and whether they should be treated differently.

This retrospective study analyses 796 cases treated at the Department of Oncology of the Medical University of Vienna between 2004 and 2016 and tries to identify differences by matching and comparing similar young and old patients with one another. Some demographic differences were observed; treatment and adverse effects from chemotherapy were comparable between groups as well as overall survival (young: median survival 1137 days vs old: 1512 days; log rank p=0.38). Analyses for parameters which influenced survival rates produced the following statistically significant results: Advanced disease stage and metastases at initial diagnosis as well as adenocarcinomas correlated with worse survival rates. In the old group, alcohol consumption seemed to have a significant, negative effect on survival (p=0.003). Generally, surgical procedures had a positive effect on survival, however, this correlation was observed to be stronger in the young group.

The comparable results concerning survival, treatment modalities and adverse effects suggest that young and old patients profit equally from treatment. Additionally, young age seems to have no positive prognostic effect on survival. Further research will be required to potentially identify age specific treatment strategies, which increase survival for upper GI-cancer patients.