Titelaufnahme

Titel
Funktionelle Langzeitergebnisse und Sportaktivität nach Amputation aufgrund maligner Erkrankung der unteren Extremität / eingereicht von Christoph Hofer
Weitere Titel
Functional long-term results and sports activity after amputation due to malignancy in the lower extremity
Verfasser / VerfasserinHofer, Christoph
GutachterHobusch, Gerhard
Erschienen2019
Umfang159 Blatt : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeJanuar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Amputation / Maligne / Knochentumoren / Malignität / untere Extremität / Sport / Funktionalität / Lebensqualität / Langzeitergebnisse / Resilienz / UCLA Activity Score / SF-36 / RS-13
Schlagwörter (EN)amputation / malignant / bone tumors / malignancy / lower extremity / sport / functionality / quality of life / long-term results / resilience / UCLA Activity Score / SF-36 / RS-13
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Bei der Behandlung von malignen Knochentumoren kann trotz der Etablierung der extremitätenerhaltenden Versorgung auch heutzutage noch in manchen Fällen eine Amputation im Bereich der unteren Extremität notwendig werden. Es ist bekannt, dass die Ausübung von Sport positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Bisher ist noch wenig über den Langzeitverlauf von Funktionalität, sportlicher Aktivität und Lebensqualität bei Menschen mit Amputation aufgrund eines malignen Knochentumors bekannt.

Ziel: Mithilfe dieser Arbeit sollten Langzeitinformationen über Funktionalität, Sportaktivität und Lebensqualität bei Menschen mit Amputation im Bereich der unteren Extremität aufgrund eines malignen Knochentumors erlangt werden.

Methoden: Im Zuge einer Fragebogenerhebung wurden 21 ehemalige PatientInnen (7 w, 14 m; Mittl. Alter: 59 10 Jahre [Reichweite: 33-74]), die zwischen 1961 und 1993 aufgrund eines malignen Knochentumors mit einer Amputation (14 transfemoral, 4 Knieexartikulationen, 3 transtibial) versorgt wurden, kontaktiert. Das durchschnittliche Follow-Up lag bei 40 10 Jahren (Reichweite: 23-55). Die PatientInnen wurden zu körperlichen Aktivitäten, Sportarten, Frequenz und Dauer der Einheiten, sowohl zum aktuellen Zeitpunkt, als auch retrospektiv (1a präoperativ und 1a, 5a, 10a, 15a und 20a postoperativ) befragt und anhand des UCLA Activity Score beurteilt. Die Beurteilung der Lebensqualität und der Resilienz erfolgte mithilfe des SF- 36, des EQ-5D-5L und der Resilienzskala RS-13.

Resultate: Der präoperativ mediane UCLA Activity Score von 9 (2-10) sank 1a postoperativ auf 3 (p<0,001). Zu den Zeitpunkten 5, 10, 15 und 20a postoperativ wurden wieder höhere Aktivitätslevel (7, 6, 5, 5) erreicht. Zuletzt lag der mediane UCLA Activity Score bei 5 (p = 0,011), 7 PatientInnen übten regelmäßig moderate Aktivitäten aus. Schwimmen, Radfahren, Skifahren und Wandern zählten zu den häufigsten Aktivitäten. Präoperativ sportliche Menschen neigten auch nach einer Amputation zu höheren Aktivitätslevel, Sport wirkte sich zudem positiv auf das körperliche Wohlbefinden und auf die Resilienz aus.

Zusammenfassung: Nach einer Amputation im Bereich der unteren Extremität aufgrund Malignität ist im Langzeitverlauf ein hohes sportliches Aktivitätslevel möglich, wobei eine große Bandbreite vorliegt. Die Ausübung von Sport zeigt positive Auswirkungen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Although limb salvage is the mainstay in the treatment of malignant bone tumors, in some cases a lower extremity amputation can still become necessary. It is well known that practising sports has beneficial effects on health. So far, limited information is available about long-term functionality, physical activity and quality of life in people with amputation due to a malignant bone tumor.

Aim: This study seeks to provide long-term information on the functionality, sport activity and quality of life in people with lower limb amputation due to a malignant bone tumor.

Methods: In a questionnaire survey, 21 former patients (7 f, 14 m, mean age: 59 10 years [range: 33-74]) who underwent an amputation from 1961 to 1993 due to a malignant bone tumor (14 transfemoral, 4 knee disarticulations, 3 transtibial) were contacted. The average follow-up was 40 10 years (range: 23-55). The patients were interviewed about physical activities, sports, frequency per week and duration of each session, at the time of the last follow-up, as well as retrospectively (1a preoperative and 1a, 5a, 10a, 15a and 20a postoperatively) and assessed on the basis of the UCLA Activity Score. Quality of life and resilience were assessed using the SF-36, the EQ-5D-5L and the RS-13 resilience scale.

Results: The preoperative median UCLA activity score of 9 (2-10) decreased to 3 at 1a postoperatively (p <0.001). At the times 5a, 10a, 15a and 20a postoperatively higher levels of activity (7, 6, 5, 5) were reached. At the last follow-up, the median UCLA activity score was 5 (p = 0.011), with 7 patients regularly exercising moderate activities. Swimming, cycling, skiing and hiking were among the most common activities. Preoperative physically active people tended to show higher levels of activity after an amputation, moreover, sport had a positive effect on physical well-being and resilience.

Summary: After an amputation in the lower limb due to malignancy, a high level of physical activity is possible in the long term, but there seems to be a wide range. Among amputees, the exercise of sport shows positive effects.