Titelaufnahme

Titel
"Eisenstatus und Präeklampsie" : Eine retrospektive Analyse / eingereicht von Marie-Theres Unterlercher
Weitere Titel
"Iron metabolism and Preeclampsia" a retrospective analysis
Verfasser / VerfasserinUnterlercher, Marie-Theres
GutachterZeisler, Harald
Erschienen2019
Umfang63 Seiten : Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Datum der AbgabeJanuar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Eisenstatus / Eisenmangel / Eisenmangelanämie / Präeklampsie / Gynäkologie
Schlagwörter (EN)Iron metabolism / Iron deficiency / Iron deficiency anaemia / Preeclampsia / Gynaecology
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Eisenmangel stellt weltweit die häufigste Mangelerkrankung dar und gilt als eine wesentliche Ursache von Anämien. Bei schwangeren Frauen liegt die Prävalenz einer Eisenmangelanämie bei 41.8 %. Der Eisenbedarf steigt während der Schwangerschaft aufgrund der erhöhten maternalen Erythrozytenmasse und dem fetalen und plazentaren Wachstum um etwa das Dreifache an. Eine Eisenmangelanämie während der ersten beiden Trimester kann zu einem schlechteren maternalen und fetalen Outcome führen. Beispiele dafür sind Frühgeburtlichkeit, niedriges Geburtsgewicht und erhöhte Säuglingssterblichkeit.

Das Syndrom Präeklampsie beschreibt eine neuauftretende Hypertonie mit Proteinurie oder eine Hypertonie mit Endorgandysfunktion nach der 20. Schwangerschaftswoche. Es handelt sich um eine Multiorganerkrankung, die mit einer erhöhten maternalen und fetalen Mortalität einher geht. Die Ätiologie von Präeklampsie ist noch nicht eindeutig geklärt. Die Beendigung der Schwangerschaft stellt derzeit die einzige kausale Therapie der Präeklampsie dar.

Ziel der Studie: In dieser Studie wollten wir die Häufigkeit von Eisenmangel und Eisenmangelanämie bei Präeklampsiepatientinnen im Vergleich mit gesunden Schwangeren erheben.

Material und Methoden Es erfolgte eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie, in welcher 16 Patientinnen mit Präeklampsie mit 16 gesunden Schwangeren anhand der Schwangerschaftswoche gematched wurden. Die statistische Auswertung der Daten erfolgte mittels SPSS und die Darstellung der Ergebnisse erfolgte tabellarisch oder mittels Grafiken.

Resultate: Eisenmangelanämie konnte in einer Patientin mit PE gefunden werden. In der Kontrollgruppe hatten 4 Schwangere Eisenmangel. Die Ferritinkonzentration zeigte sich bei den Präeklampsiepatientinnen signifikant höher (57,1 42,2) als bei den gesunden Schwangeren (22,9 18,6) (p=0,003). Es konnte kein signifikanter Unterschied bei Hämoglobin, Transferrin und Transferrinsättigung bei den beiden Gruppen gefunden werden.

Conclusio: Es konnten höhere Ferritinkonzentrationen bei Frauen mit Präeklampsie im Vergleich zu gesunden Schwangeren erhoben werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Iron deficiency is the most common nutritional deficiency worldwide and is one of the main causes of anaemia. The prevalence of iron deficiency anaemia in pregnancy is 48.1 %. During pregnancy the iron needs rise due to the elevating maternal red blood cell mass and the fetal and pacental development. During the first and second trimester iron deficiency anaemia is linked to an worse maternal and fetal outcome like premature birth, low birth weight and increased infant mortality.

Preeclampsia is a multiorgan syndrome with new onest hypertension and proteinuria or hypertension with end-organ damage and causes increased fetal and maternal mortality. At present delivery is the only causal therapy of preeclampsia.

Aim of the Study: Aim of this study was to investigate the prevalence of iron deficiency and iron deficiency anaemia in preeclampsia in comparison to normal pregnancies.

Material and methods: A retrospective case control study was done with 16 patients with Preeclampisa compared with 16 normal pregnant women. The groups were matched by week of gestation. The statistical evaluation was performed using SPSS.

Results: In this study only one patient had iron deficiency anaemia in the preeclampsia group, in the group with the normal pregnancies 4 patients had iron deficiency. Ferritin was significantly higher in preeclampsia (57,1 42,2) than in normal pregnancies (22,9 18,6) (p=0,003) There were no significant differences in haemoglobin, transferrin and transferrinsaturation between the two groups.

Conclusion: Higher concentrations of serum ferritin were found in preeclampsia than in normal pregnancies.