Titelaufnahme

Titel
Stellenwert des kontrastmittelverstärkten Ultraschalls in der Diagnostik von Veränderungen der Niere
Weitere Titel
Role of Contrast-enhanced Ultrasound in the diagnostics of renal abnormalities
Verfasser / VerfasserinMair, Lorenz
GutachterMeng, Stefan
Erschienen2019
Umfang67 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)CEUS / Ultraschall / Niere / CT / MRT / Bildgebung / Radiologie / Urologie / Sensitivität / Spezifität / PPV / NPV / Nierenzellkarzinom / Nierenzyste / Solide Raumforderung / Unklare Läsion
Schlagwörter (EN)Contrast-enhanced Ultrasound / Renal / Ultrasound / CT / MRT / Radiology / Urology / Renal Cell carcinoma / Renal Cyst / Indeterminate Lesion / Sensitivity / Specifity / PPV / NPV / Renal Lesion / Indeterminate lesion
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund und Ziel der Studie:

Kontrastmittel-verstärkter Ultraschall (CEUS) hat sich in den letzten Jahren zu einem validen Verfahren zur Diagnostik morphologischer Veränderungen der Niere entwickelt. Im klinischen Bereich gelten jedoch konventionelle radiologische Methoden (Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT)) immer noch als Standard um renale Raumforderungen abzuklären. Ziel der Studie war es, die Ergebnisse von CEUS mit den Ergebnissen von CT und MRT bei in diesen Verfahren unklaren Raumforderungen im Hinblick auf die histologische Diagnose zu vergleichen.

Material:

Die Studie entspricht einer retrospektiven exploratorischen Datenanalyse. Die Fallzahl wurde durch eine Analyse aller Patienten, die zwischen Jänner 2010 und Juni 2016 eine CEUS- Untersuchung erhalten haben festgelegt. Für die Hauptfragestellung wurden nur jene mit histologisch bestätigter Diagnose eingeschlossen, wobei eine Fallzahl von 38 erreicht werden konnte. Für die Nebenfragestellung wurden auch Patienten ohne histologisch bestätigte Diagnose eingeschlossen, hierbei konnte eine Fallzahl von 220 erreicht werden.

Ergebnisse:

Die Sensitivität von CEUS war signifikant höher als die der konventionellen radiologischen Diagnostik. (88,5 vs. 46,1%; p=0,001) Die Treffsicherheit bei der Einteilung von Raumforderungen war bei CEUS signifikant höher als bei konventioneller Diagnostik. (73,7 vs. 44,7%; p=0,013). Vor allem bei der Detektion von papillären Nierenzellkarzinomen zeigte sich eine signifikante bessere Sensitivität von CEUS im Vergleich mit konventionellen Methoden. (100% vs. 27,3%; p=0,035).

Konklusion:

Diagnostik mittels CEUS kann bei Läsionen, die nicht eindeutig mittels anderen bildgebenden Verfahrens dargestellt werden können, einen signifikanten Benefit erzielen. Die schnelle Anwendbarkeit, geringen Kosten und das nebenwirkungsarme Profil sollten in Zukunft eine vermehrte Verwendung von CEUS auch als First-Line- Diagnostik bei renalen Läsionen ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Overview and aim of the study:

Contrast enhanced ultrasonography (CEUS) has been established as a routine procedure to detect and classify morphological changes in the kidney. Nevertheless, conventional radiological methods like Computed Tomography (CT) and Magnet Resonance Imaging (MRI) are used far more often in this field. The aim of the study was to compare the findings of CEUS with those of CT and MRI in lesions that were indeterminate in those techniques in hindsight of the histological diagnosis.

Materials:

The study was conducted as retrospective exploratory data analysis. The number of included patients was determined by analyzing all patients who received CEUS between January 2010 and June 2016. For the main question patients without confirmed histological diagnosis or missing CT or MRI were excluded. A number of 38 patients was achieved. For the side question all patients with CEUS examination in this time were included, thus 220 patients were included.

Results:

The sensitivity of CEUS was significantly higher than of conventional methods (88,5 vs. 46,1%; p=.001). The accuracy at classifying lesions was also significantly higher in CEUS. (73,7 vs. 44,7%; p=.013) Especially in detecting papillary renal cell carcinomas CEUS showed a significantly higher sensitivity than CT and MRT (100% vs. 27,3%; p=.035).

Conclusion:

CEUS was able to classify lesions that were indeterminate in CT or MRI significantly better. The fast use, low costs and the fact that there are hardly any side effects when conducting CEUS should lead to an increased usage of CEUS as first line diagnostic in morphological changes of the kidney.