Titelaufnahme

Titel
Klinische Relevanz von Delayed Enhancement in der kardialen Magnetresonanztomografie bei Patienten mit linksventrikulärer Hypertrabekulierung/Noncompaction (LVHT)
Weitere Titel
Clinical relevance of delayed enhancement in cardiac magnetic resonance imaging in patients with left ventricular hypertrabeculation/noncompaction (LVHT)
Verfasser / VerfasserinSchnetz, Hanna
GutachterStöllberger, Claudia
Erschienen2019
Umfang69 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Noncompaction / Delayed Enhancement / Magnetresonanztomografie
Schlagwörter (EN)noncompaction / delayed enhancement / magnetic resonance imaging
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Linksventrikuläre Hypertrabekulierung/Noncompaction (LVHT) ist eine kardiale Abnormität, die sich morphologisch durch ein zweilagiges Myokard und verstärkte Trabekulierung auszeichnet. LVHT kann in allen Altersgruppen auftreten und sowohl asymptomatisch bleiben, als auch mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert sein. Die Pathogenese von LVHT ist noch nicht geklärt. LVHT kann mit myokardialer Fibrose verbunden sein, welche mittels Delayed Enhancement (DE) Sequenzen in der kardialen Magnetresonanztomografie (MRT) dargestellt werden kann.

Problemstellung: Ziel dieser Arbeit war die Anwesenheit von DE und dessen Korrelation mit dem klinischen Schweregrad von LVHT zu analysieren und somit die Rolle von DE als Untersuchungsmodalität bei LVHT weiter zu untersuchen.

Methoden: Es wurden MRT-Befunde von Patienten einer bereits bestehenden LVHT-Datenbank retrospektiv ausgewertet und Baseline-, klinische, elektrokardiografische, echokardiografische und Follow-up-Parameter von Patienten mit und ohne DE anhand von deskriptiver Statistik miteinander verglichen.

Ergebnisse: Es wurden die MRT-Befunde von 48 Patienten (mittleres Alter 47 Jahre, 32% weiblich) ausgewertet, 12 (25%) davon zeigten DE. Patienten mit DE hatten signifikant häufiger pathologische Q-Zacken im EKG (p = 0,043) und Stenosen in der Koronarangiografie (p = 0,028), bei den restlichen getesteten Parametern gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Es gab keine Übereinstimmung zwischen der Lokalisation von LVHT in der Echokardiografie und DE in der MRT. Im mittleren Follow-up Zeitraum von 60,5 Monaten gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen bezüglich der Mortalität, Auftreten von thromboembolischen Ereignissen, Durchführung einer Herztransplantation oder Versorgung mit einem kardialen elektronischen Device.

Schlussfolgerung: DE hatte in unserer Kohorte von LVHT-Patienten weder klinische noch prognostische Bedeutung.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Left ventricular hypertrabeculation/noncompaction (LVHT) is a cardiac abnormality characterised morphologically by a two-layered myocardium and increased trabeculation. LVHT can occur in all age groups and may remain asymptomatic as well as being associated with increased morbidity and mortality. The pathogenesis of LVHT has not yet been clarified. LVHT may be accompanied by myocardial fibrosis, which can be visualized by delayed enhancement (DE) sequences in cardiac magnetic resonance imaging (MRI).

Study objective: The aim of this study was to analyse the presence of DE and its correlation with the clinical severity of LVHT and thus to further investigate the role of DE as an examination modality in LVHT.

Methods: MRI findings of patients from an existing LVHT database were retrospectively evaluated and baseline, clinical, electrocardiographic, echocardiographic and follow-up parameters of patients with and without DE were compared using descriptive statistics.

Results: The MRI findings of 48 patients (mean age 47 years, 32% female) were evaluated, 12 (25%) of them showed DE. Patients with DE displayed significantly more often pathological Q waves in ECG (p = 0.043) and stenosis in coronary angiography (p = 0.028). The remaining parameters tested showed no significant differences between the two groups. There was no correlation between the localisation of LVHT in echocardiography and DE in MRI. In the mean follow-up period of 60.5 months, there was no significant difference between the two groups regarding mortality, occurrence of thromboembolic events, cardiac transplantation or cardiac electronic device therapy.

Conclusion: In this cohort of LVHT patients, DE appears to have no clinical or prognostic significance.