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Titelaufnahme

Titel
Assoziation zwischen dem Vorhandensein einer Anämie und der Mortalität bei Patienten mit einem akuten ST-Hebungsinfarkt
Weitere Titel
Association between anaemia and the mortality in patients with acute ST-elevation myocardial infarction
Verfasser / VerfasserinSteinkellner, Christoph
GutachterHirschl, Michael
Erschienen2019
Umfang83 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Myokardinfarkt / Anämie / Herzinfarkt / Eisenmangel
Schlagwörter (EN)acute myocardial infarction / anemia / heartattack / iron-deficiency
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-19517 Persistent Identifier (URN)
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Assoziation zwischen dem Vorhandensein einer Anämie und der Mortalität bei Patienten mit einem akuten ST-Hebungsinfarkt [1.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Der akute ST-Hebungsinfarkt ist eine der häufigsten Todesursachen in Österreich. Seine Behandlung und die Identifizierung möglicher negativer Outcome-Parameter sind in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus gerückt. Die Anämie ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Führend ist hier mit 50% der Fälle die Eisenmangelanämie. In zahlreichen internationalen Studien wurde der Einfluss einer Anämie auf das Überleben nach einem STEMI bereits untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass die Anämie einen negativen Einfluss auf das Überleben nach einem akuten Myokardinfarkt hat.

Fragestellung: Besteht eine Assoziation zwischen dem Vorhandensein einer Anämie und dem 30 Tages, sowie 1 Jahres Überleben nach einem akuten Myokardinfarkt?

Methodik: Es wurden 1077 Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt retrospektiv analysiert. Die Daten entstammen dem Infarktnetzwerk Zentralraum Niederösterreich-Mostviertel. Sie wurden in 2 Gruppen unterteilt (Anämie vs. Vergleichsgruppe) und auf Unterschiede im Überleben nach 30 Tagen und 1 Jahr untersucht. Als statistisches Verfahren wurde primär eine logistische Regression angestrebt, um die Anämie als unabhängigen Risikofaktor zu detektieren.

Ergebnisse: Das mittlere Alter des gesamten Kollektivs beträgt 64,15 Jahre (+/- 13,23).70, 8 % der Patienten waren männlich. An Risikofaktoren hatten 55% eine arterielle Hypertonie, 32,2% eine Hypercholesterinämie, 12,9% eine positive Familienanamnese, 18,6% einen DMII und 36,4% der Patienten waren Raucher. Die Gesamtmortalität lag für 30-Tage bei 5,39%, für 1 Jahr bei 8,73 %. In der logistischen Regression konnte sowohl im 30 Tages- (OR: 0,503; p: 0,033) als auch im 1-Jahres Überleben (OR: 0,545; p: <0,001) der negative Einfluss einer Anämie auf die Wahrscheinlichkeit nach einem STEMI zu Überleben signifikant nachgewiesen werden.

Conclusio: Sowohl im 30- Tages als auch 1 Jahres Überleben konnte die Anämie als unabhängiger Risikofaktor identifiziert werden. Weitere Studien sind notwendig, um Herauszufinden ob eine Korrektur der Anämie zu einer Veränderung der Prognose führt.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The acute ST-elevation myocardial infarction is one of the leading causes of death in Austria. In the recent years the focus of studies has been to identify important cofactors witch result in a worse outcome after an acute myocardial infarction. Anaemia is one of the most common diseases worldwide, with the iron deficiency anaemia accounting for approximately 50% off all anaemias. Many international studies have found that patients with anaemia who are suffering from an acute myocardial infarction have a lower chance of survival. It is becoming clearer that anaemia is another independent risk factor of cardiovascular mortality.

Problem: Is there an association between anaemia and the mortality in patients with acute ST-elevation myocardial infarction?

Methods: We conducted a retrospective analysis of 1077 patients from the infarction network ‚Zentralraum Niederösterreich-Mostviertel‘. We divided them into two groups (anaemic vs control) and analysed these group for a difference in mortality. We used binary logistic regression to detect a possible negative effect of anaemia on the mortality for patients undergoing an acute ST-elevation myocardial infarction.

Results: The median age of our population was 64,15 years, 70.8% of all the patients were male. In total 55% of patients suffered from hypertension, 32,2 % had hypercholesteremia, 18,2% had DM II and 36,4% off all patients were smokers. The overall mortality at 30 days was 5,39% and at 1 year 8,73%. Anaemia is associated with a decreased chance of survival at 30 days (OR: 0,503; p: 0,033) as well as 1 year (OR: 0,545; p: <0,001) after ST- elevation myocardial infarction.

Conclusion: We were able to show that anaemia is associated with an increased risk of cardiovascular mortality. Further studies on how to intervene are necessary to improve the outcome of anaemic patients.

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