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Titelaufnahme

Titel
Persistenz von Adenoviren in der gastrointestinalen Schleimhaut bei Kindern mit Zöliakie
Weitere Titel
Persistence of adenovirusus in the gastrointestinal mucosa of children with coeliac disease
Verfasser / VerfasserinNussbaum, Andreas
GutachterVécsei, Andreas
Erschienen2019
Umfang86 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Zöliakie / Gluten Intoleranz / Adenovirus Persistenz
Schlagwörter (EN)celiac disease / gluten intolerance / adenovirus persistence
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-19474 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Persistenz von Adenoviren in der gastrointestinalen Schleimhaut bei Kindern mit Zöliakie [1.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zöliakie ist eine immunmediierte systemische Erkrankung, ausgelöst durch die Aufnahme von Gluten, einem in vielen Getreiden vorkommenden Protein. Ursprünglich bekannt als ein rein gastroenterologisches Syndrom, hat man mittlerweile erkannt, dass die Symptome von klassischen Beschwerden wie Bauchschmerz, Diarrhoe, Meteorismus, Gewichtsverlust, etc. bis hin zu extraintestinalen Beschwerden wie Migräne, Osteoporose, Dermatitis herpetiformis u.v.m. reichen können. Europaweit wird angenommen, dass etwa 1% der kaukasischen Bevölkerung an Zöliakie erkrankt ist, wobei die Anzahl an Personen, welche die genetische Prädisposition für die Erkrankung in sich tragen bei ca. 30% der Bevölkerung liegt. Diese Erkenntnis lässt auf zusätzliche Umweltfaktoren schließen, die am Ausbruch der Erkrankung beteiligt sind. Einer dieser Umweltfaktoren, der in der Vergangenheit immer wieder kontrovers diskutiert wurde, ist die vorangegangene Erkrankung mit Adenoviren.

Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde, in Form einer retrospektiven Datenanalyse, ebendieser Zusammenhang genauer beleuchtet. Hierzu wurden Ergebnisse der Biopsien von 94 Kindern mit und ohne Zöliakie untersucht, die sich in der Zeit von 01/2008 bis 12/2013 einer Ösophagogastroduodenoskopie im St. Anna Kinderspital unterzogen hatten. Die Biopsien wurden im Anschluss mittels real-time PCR, in situ Hybridisation und immunohistochemischen Methoden auf die Besiedelung mit Adenoviren analysiert und die entsprechenden Subtypen der Viren identifiziert.

Die Prävalenz der in den Biopsien nachweisbaren Adenoviren vom Subtyp A ist bei den Kindern mit Zöliakie signifikant höher, als bei den Kindern ohne Zöliakie. Allerdings sind die PatientInnen der Zöliakiegruppe im Schnitt um 2 Jahre jünger als die der Kontrollgruppe (p = 0,006). Nach Korrektur für das Alter erscheint der Zusammenhang zwischen Zöliakie und Adenoviruspersistenz nicht mehr signifikant.

Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass eine Infektion mit Adenoviren des Subtyps A keinen relevanten Umweltfaktor für die Entstehung einer Zöliakie darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

Celiac disease is an immunomodulated systemic disease, triggered by the intake of gluten, a protein contained in many different grains. Primarily seen as a mere gastroenterological condition, it has been shown that the symptoms of celiac disease can range from classical complaints such as stomach pain, diarrhea, meteorism or loss of weight, to different extraintestinal complains like chronic migraine, osteoporosis, dermatitis herpetiformis etc. About 1% of the Caucasian population is estimated to suffer from celiac disease, whereas about 30% carry the genetic potential for celiac disease. Therefore, additional factors must come into play and determine the outbreak of celiac disease in an individual carrying the genetic potential. One of these factors, which has been discussed very controversially in the past, is an adenoviruses infection.

This thesis, in the form of a retrospective analysis, sheds further light on this issue. For this purpose, we examined intestinal biopsies taken during esophagogastroduodenoscopy from children with and without celiac disease at the St. Anna Children hospital from 01/2008 until 12/2013. The biopsies were collected in a previous study and re-examined, using real-time PCR, in situ hybridization and immunohistochemistry, to determine the prevalence of colonization with adenoviruses including adenoviral subtyping.

The examination of the biopsies shows a significantly higher prevalence in the children with celiac disease, compared to the non-celiac children. However, patients from the celiac group are significantly younger, than those from the non-celiac group (p = 0,006). After correction for age, the association of adenovirus persistence and celiac disease does not appear to be significant anymore.

These results suggest, that an infection with adenovirus of the subtype A does not seem to be a relevant environmental factor in the development of celiac disease.

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