Titelaufnahme

Titel
Unterschiede mütterlicher und kindlicher Komplikationen bei der Geburt bei Frauen mit Status post Sectio anhand des Entbindungsmodus
Weitere Titel
Difference in the incidence of maternal and pediatric birth complications in women with caesarean section in their history depending on the delivery mode
Verfasser / VerfasserinWahl, Simone
GutachterLeitich, Harald
Erschienen2019
Umfang80 Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Gynäkologie / st.p.Kaiserschnitt / Entbindungsmodus / Komplikationen
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

ZUSAMMENFASSUNG

Ziel: Das Ziel der Diplomarbeit ist es einen signifikanten Unterschied bei der Häufigkeit der

Komplikationen der Geburt in Abhängigkeit vom Entbindungsmodus bei Frauen mit st.p.

Sectio aufzudecken. Es werden sowohl mütterliche als auch kindliche Komplikationen

betrachtet.

Methodik: Es handelt sich bei der Aufarbeitung der Daten um eine retrospektive

Datenanalyse von 494 schwangeren Frauen und ihren 526 Kindern. Alle Frauen, die in der

Studie eingeschlossen sind, hatten schon mindestens einen Kaiserschnitt in der Anamnese.

Die Gruppen wurden anhand des Entbindungsmodus primäre Sectio, sekundäre Sectio und

vaginale Entbindung eingeteilt.

Das primäre Outcome ist definiert als mütterliche und kindliche Komplikationen. Die

mütterlichen Komplikationen beinhalten: Uterusruptur, starke Blutungen, vaginal-operative

Geburtsbeendigung, Dammriss Grad 3 oder 4, intraoperative Komplikationen und

thromboembolische Ereignisse; die kindlichen Komplikationen sind definiert als

Transferierung des Neugeborgenen auf die neonatologische Intensivstation.

Resultate: Es zeigte sich folgende Häufigkeitsverteilung der Entbindungsmodi: Primäre

Sectio 70,6%, sekundäre Sectio 13,6%, vaginale Entbindung 15,8%. Daraus ergibt sich eine

Gesamt-Sectio-Rate von 84,2%. Die mütterlichen Komplikationen gliedern sich auf: primäre

Sectio 6%, sekundäre Sectio 4,5% und vaginale Entbindung 14,1%. Daraus ergibt sich in der

Hauptfragestellung ein signifikanter Unterschied bei den mütterlichen Komplikationen

(p=0,042). Die kindlichen Komplikationen sind bei der primären Sectio 6,1%, bei der

sekundären Sectio 15,6% und bei der vaginalen Entbindung 7,7%. Hierbei lässt sich kein

signifikanter Unterschied feststellen (p=0,06).

Fazit: Obwohl im Fall der vaginalen Entbindung eine signifikant höhere mütterliche

Komplikationsrate aufgetreten ist, kann keine Empfehlung zur generellen elektiven Re-Sectio

ausgesprochen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

ABSTRACT

Objective: The aim of the thesis is to detect a significant difference in the incidence of birth

complications in women with caesarean section in their history depending on the delivery

mode. Maternal and pediatric complications are considered.

Methods: This is a retrospective data analysis of 494 pregnant women and their 526 children.

All the women included in the study had at least one caesarean section in their history. The

groups were divided according to the delivery mode primary section, secondary section and

vaginal delivery.

The primary outcome is defined as maternal and pediatric complications. The maternal

complications include: uterine rupture, heavy bleeding, vaginal-operative birth termination,

perineal lacerations of third and fourth degree, intraoperative complications and

thromboembolic events; the pediatric complications are defined as transferring the newborn to

the neonatal intensive care unit.

Results: The following frequency distribution of the delivery modes was found: primary

section 70,6%, secondary section 13,6%, vaginal delivery 15,8%. This results in a total

cesarean rate of 84,2%. The maternal complications are separated as: primary section 6%,

secondary section 4,5% and vaginal delivery 14,1%. This results in a significant difference in

maternal complications (p = 0,042). Pediatric complications occured in 6,1% of the primary

sections, in 15,6% of the secondary sections and in 7,7% of the vaginal deliveries. There is no

significant difference (p = 0,06).

Conclusion: Although a significantly higher maternal complication rate was found in vaginal

deliveries, no general recommendation for elective re-sections can be made.