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Titelaufnahme

Titel
Die Bedeutung des radiologischen Attachementverlustes für die Langzeitstabilität im parodontal geschädigten Gebiss
Weitere Titel
The relevance of radiographic attachement loss in periodontal disease on the long-term stability
Verfasser / VerfasserinStopfer, Nikolaus
GutachterBertl, Kristina
Erschienen2019
Umfang74 Blatt : Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarbeit, 2019
Anmerkung
Paralleltitel laut Übersetzung des Verfassers
Datum der AbgabeFebruar 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Zahnmedizin / Parodontitis / Entzündung / Knochenabbau / Radiologie / Zahnverlust / Klassifikation / Compliance
Schlagwörter (EN)periodontal disease / Inflammation / bone loss / radiology / tooth loss / classification / compliance / dentistry
URNurn:nbn:at:at-ubmuw:1-19772 Persistent Identifier (URN)
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Die Bedeutung des radiologischen Attachementverlustes für die Langzeitstabilität im parodontal geschädigten Gebiss [0.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: In dieser retrospektiven Studie wurde der Einfluss des radiologischen Attachementverlustes auf das Langzeitoutcome nach aktiver Parodontaltherapie evaluiert. Mögliche Risikofaktoren für die Hauptparameter „Zahnverlust“ und „progressiver marginaler Knochenverlust“ wurden getestet.

Material und Methodik: Untersucht wurden Patienten, die sich in der parodontalen Erhaltungstherapie an der Universitätszahnklinik Wien befanden und ein Panoramaröntgen zu Beginn des Recalls und mindestens fünf Jahre danach aufwiesen. Es wurde eine deskriptive Statistik sowie Regressionsmodelle durchgeführt, um den Einfluss unterschiedlicher Prädiktoren (Patienten- und Zahnbezogene Parameter) auf die Hauptparameter [(1) Zahnverlust und (2) progressiver marginaler Knochenverlust während der Erhaltungstherapie] zu erheben.

Resultate: Bei 94 Patienten mit insgesamt 2101 Zähnen wurden 94 extrahiert, das entspricht einer Zahnverlustrate von 0,1 Zähne/Jahr/Patient während einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 8,9 1,8 Jahren; 4% der Patienten waren Diabetiker und 21% Raucher. Für den Hauptparameter Zahnverlust erwiesen sich erhöhtes Alter (p=0,001), ein längerer Nachverfolgungszeitraum (p=0,006) und ein Knochenverlust zu Recall-Eintritt von >60% (p<0,001) als statistisch signifikante Risikofaktoren. Molaren im Ober- und Unterkiefer wurden verhältnismäßig am häufigsten extrahiert. Für den Hauptparameter progressiver marginaler Knochenverlust erwiesen sich ein Knochenverlust >40% (p<0,001) und die Zahntypen obere Molaren und Prämolaren sowie untere Front als statistisch signifikante Risikofaktoren.

Schlussfolgerung: Die vorliegenden Daten belegen, dass der initiale Knochenverlust mit einer erfolgreichen Erhaltungstherapie stabil gehalten werden kann und so weiterem Zahnverlust vorbeugen kann. Ungeachtet dessen wiesen ein erhöhtes Alter, Knochenverlust >40%, obere Molaren und Prämolaren und untere Frontzähne ein höheres Risiko für eine Progression der parodontalen Erkrankung auf und stellen dementsprechend auf lange Sicht gesehen Risikofaktoren für den Erhalt der natürlichen Bezahnung dar.

Zusammenfassung (Englisch)

Aim: The present retrospective study assessed the influence of the radiological marginal bone loss on the long-term stability after active periodontal therapy. Any potential factors affecting the primary parameters „tooth loss“ and „progressive marginal bone loss“ were investigated.

Material and Methods: Patients, who continued with supportive periodontal therapy (SPT) at the University Clinic of Dentistry and presented with a panoramic X-rays at the beginning of SPT and at least five years thereafter, were included. Descriptive statistics as well as logistic regression analyses were applied to investigate the impact of different factors on the primary parameters [(1) tooth loss and (2) progressive marginal bone loss during SPT].

Results: In 94 patients with a total of 2101 teeth, the tooth loss rate was 0.1 teeth/year/patient within an observation period of 8.9 1.8 years; 4% of the patients suffered from diabetes mellitus and 21% were classified as active smokers. For the primary parameter tooth loss an increased age (p = 0.001), a longer observation period (p = 0.006), and marginal bone loss >60% at the beginning of SPT (>0.001) were shown as significant risk factors. Molars in the upper and lower jaws were most often lost. For the primary parameter progressive marginal bone loss a marginal bone loss >40% (p <0.001) and the tooth types upper molars and premolars as well as lower front were shown as significant risk factors.

Conclusion: The present data confirm, that the initial marginal bone loss can be kept stable with a successful SPT and thereby prevent future tooth loss. Nevertheless, increased age, marginal bone loss >40%, upper molars and premolars, and lower anterior teeth represent risk factors for progression of the periodontal disease and therefore should be considered as risk factors for the long-term stability of the natural dentition.

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