Titelaufnahme

Titel
Geschlechtsspezifische Analyse von Verbrennungen der Hand eine retrospektive single-center Studie an der Klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie der MUW
Weitere Titel
Gender specific data analysis of hand burns - a retrospective single-center study at the University Department of Plastic and Reconstructive Surgery at the MUW
Verfasser / VerfasserinBernhart, Gilda
GutachterPauzenberger, Reinhard
Erschienen2019
Umfang88, IV Blatt
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeMärz 2019
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Handverbrennung / Verbrennung / Hand / obere Extremität / Geschlechtsunterschiede / Gender / Ätiologie / Epidemiologie
Schlagwörter (EN)Hand burn / burn / thermal injury / hand / upper extremity / gender / sexes / gender difference / aetiology / epidemiology
Zugriffsbeschränkung
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Verbrennungen nehmen auf Grund ihrer Häufigkeit und ihrer Behandlungskomplexizität einen wichtigen Stellenwert in der Medizin ein. Die Hand ist in bis zu 80% aller Verbrennungsverletzungen involviert. Ob und inwiefern das Geschlecht des Patienten eine Rolle bei Handverbrennungen spielt, ist bisher noch kaum untersucht.

Ziel: Diese Arbeit soll anhand eines Datensatzes des Allgemeinen Krankenhauses der Stadt Wien geschlechtsspezifische Unterschiede in Ätiologie, Epidemiologie und Inzidienz bei Patienten mit einer Handverbrennung aufzeigen.

Patienten und Methodik: Die retrospektive Datenanalyse beinhaltet alle Patienten, welche im Zeitraum von 1994 bis 2014 auf Grund einer Verbrennung intensivmedizinisch behandelt und operativ versorgt wurden.

Resultate: Insgesamt wurden 879 Verbrennungspatienten gezählt. Eine Handverbrennung konnte in 47% aller aufgenommenen Patienten festgestellt werden. In der Gruppe dieser 407 Patienten mit einer Handverbrennung waren Männer (72%) deutlich häufiger als Frauen (28%) vertreten. Die männlichen Patienten waren mit einem durchschnittlichen Alter von 4317,3 Jahren signifikant jünger (p<0.001; =0.05) als die weiblichen Patientinnen (5621,5 Jahre). Männer erleiden Handverbrennungen meist durch Feuer oder Explosion in den Sommermonaten zu Hause oder am Arbeitsplatz. Handverbrennungen bei Frauen hingegen ereignen sich eher in den Wintermonaten im Eigenheim. Im Verlauf über zwei Jahrzehnte (1994-2014) konnte bei beiden Geschlechtern eine leicht sinkende Inzidenzrate vermerkt werden.

Schlussfolgerung: Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass die Inzidenz von Handverbrennungen in Österreich durch aufs Geschlecht zugeschnittene Präventionsmaßnahmen und Initiativen für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz und im Eigenheim reduziert werden kann. Bei der Interpretation der Resultate muss jedoch bedacht werden, dass lediglich Patienten welche intensivmedizinisch behandelt und operativ versorgt wurden im verwendeten Datensatz aufscheinen. Alle ambulant behandelten Handverbrennungen konnten daher nicht berücksichtigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Thermal injuries are of high medical importance because of their frequency and their treatment can be complex. In up to 80% of all thermal injuries, the hand is involved. Whether and to what extent the gender of the patient plays a role in hand burns has not been fully investigated yet.

Aim: This study aims is to evaluate gender-specific differences in aetiology, epidemiology and incidence in patients with hand burns by using a dataset obtained by the University Hospital of Vienna in Austria.

Patients and methods: The retrospective data analysis includes all patients, who had been operated and treated in intensive care due to burn related injuries from 1994 to 2014.

Results: A total of 879 patients with burn injuries were included. Burns to the hand were present in 47% of all patients. Out of the 407 patients with hand burns, the amount of male patients (72%) was higher compared to female patients (28%). Male patients showing a mean age of 4317,3 years were significantly younger (p<0.001; =0.05) than female patients (5621,5 years). Men suffer burns to the hand mostly due to fire or explosion during the summer season while being at home or at work. Whereas hand burns in women occurred more frequently during the winter season while being at home. Over the years (1994-2014) a declining incidence rate could be noted in both genders.

Conclusion: The data suggest that the incidence of hand burns in Austria could be reduced by gender specific preventive strategies and public campaigns, including improved health and safety measures at the work place and at home. The findings have to be interpreted carefully, as this study includes only patients, who had been operated and treated in intensive care. Outpatients with burns to the hand have not been considered in this study.