Titelaufnahme

Titel
Short- and long-term results of hip arthroplasty for the treatment of medial femoral neck fracture
Weitere Titel
Kurz- und Langzeitergebnisse nach der arthroplastischen Versorgung einer medialen Schenkelhalsfraktur mittels Hemi- und Totalendoprothese
Verfasser / VerfasserinTyschuk, Alexander
GutachterMousavi, Mehdi
Erschienen2019
Umfang95 Seiten
HochschulschriftMedizinische Universität Wien, Diplomarb., 2019
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Datum der AbgabeMärz 2019
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)mediale Schenkelhalsfraktur / Hemiprothese / Totalendoprothese / chirurgische Versorgung / Hüftendoprothetik / Komplikationen / Überlebenszeitanalyse
Schlagwörter (EN)femoral neck fracture / hemiarthroplasty / total hip arthroplasty / surgical treatment / hip replacement / complications / survival analysis
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Einzelheiten einer regelrechten chirurgischen Versorgung bei einer medialen Schenkelhalsfraktur werden weiterhin diskutiert. Patienten, die älter als 65 Jahre sind, profitieren von einer Hüftprothese abhängig vom Alter, perioperativem Risiko sowie den Erwartungen an die postoperative Beweglichkeit, muss sich der behandelnde Arzt zwischen einer Hemiprothese und einer Totalendoprothese entscheiden.

Das Ziel unserer Studie war, festzustellen, ob es einen signifikanten Unterschied in postoperativem Überleben zwischen den beiden Eingriffen gibt, die Komplikationen zu untersuchen, die nach dem Ersteingriff aufgetreten sind, und den Einfluss potenzieller Risikofaktoren auf die postoperative Mortalität zu untersuchen.

Methoden: Im Rahmen unserer retrospektiven monozentrischen Datenanalyse wurden 1248 Patienten erfasst, welche sich im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 an der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie im Sozialmedizinischem Zentrum Ost, Wien, aufgrund einer medialen Schenkelhalsfraktur einem Hüftgelenksersatz unterzogen haben. In die Studie wurden sowohl Hemiprothesen (n=924) als auch Totalendoprothesen (n=324) inkludiert. Die Patienteneinträge wurden aus dem Dokumentationssystem der Abteilung entnommen.

Deskriptive Statistik wurde angewandt, um die Ausgangsdaten zu interpretieren. Die Kaplan-Meier-Überlebenszeitanalyse wurde mit multiplen Endpunkten für postoperative Mortalität - 30 Tage, 6 Monate und ein Jahr nach dem Eingriff - verwendet, um die Überlebensrate unter den Prothesenarten zu vergleichen. Konfidenzintervalle von 95% wurden etabliert, um das Unsicherheitsintervall zu beschreiben.

Ein Model der Cox-Regression wurde angepasst, um die Wahrscheinlichkeit der Mortalität ein Jahr nach dem Eingriff zu berechnen und den Einfluss potenzieller Risikofaktoren, wie postoperativer Infektionen und anderer, in Form von Hazard Ratios zu eruieren.

In allen durchgeführten Analysen wurden p-Werte von <0,05 als signifikant gewertet.

Ergebnisse: Unser Patientenkollektiv hat 857 Frauen und 391 Männer inkludiert.

Patienten, die Hemiprothesen erhalten haben, waren signifikant älter (p<0,0001) und hatten einen signifikant längeren postoperativen Aufenthalt (p=0,049), während Patienten aus der Gruppe der Totalendoprothesen deutlich mehr revisionspflichtige Komplikationen erlitten haben (p=0,003).

Im Vergleich zu den Hemiprothese-Patienten war die Überlebensrate unter Totalendoprothese-patienten signifikant höher, gemessen an den gewählten Endpunkten von 30 Tagen (HEP vs. TEP: 93,8% vs. 97,2%; p=0,02), 6 Monaten (HEP vs. TEP: 84% vs. 94,8%; p<0,0001) und einem Jahr (HEP vs. TEP: 78,7% vs. 92,6%; p<0,0001) nach dem Eingriff.

Patienten aus beiden Gruppen, die postoperativ eine Pneumonie erlitten haben, hatten ein signifikant höheres Risiko ein Jahr nach dem Eingriff zu versterben (beide p<0,0001).

Für die Hemiprothesengruppe waren das männliche Geschlecht (p<0,0001) sowie der OP-Zeitpunkt zwischen 24 und 48 Stunden nach Aufnahme (p=0,036) signifikante Einflussfaktoren auf postoperatives Überleben ein Jahr nach der Intervention.

Für die Totalendoprothesengruppe waren ein höheres Patientenalter zum Operationszeitpunkt (p<0,0001) sowie abgesetzte Antikoagulation (p=0,038) mit einem signifikant höheren Sterberisiko ein Jahr nach dem Eingriff verbunden.

Schlussfolgerung: Patienten mit medialen Schenkelhalsfrakturen in dem untersuchten Kollektiv, welche mit Totalendoprothesen behandelt wurden, wiesen signifikant höhere Überlebensraten auf, im Vergleich zu Patienten, welche wegen derselben Verletzung mit Hemiprothesen versorgt wurden. Der Unterschied im Überleben lässt sich am ehesten durch Diskrepanzen in punkto Patientenalter und Ausmaß an Komorbidität erklären.

Unter den Risikofaktoren für Mortalität, hatte die postoperative Pneumonie den signifikantesten Einfluss auf die Sterberate ein Jahr nach der chirurgischen Versorgung einer medialen Schenkelhalsfraktur.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Details regarding appropriate surgical hip management for femoral neck fracture remain controversial. Patients over 65 years old benefit from hip arthroplasty depending on age, perioperative risk as well as expectations for postoperative function, the treating physician must decide whether hemiarthroplasty or total hip arthroplasty would be the more appropriate option.

The purpose of our study was to determine whether there was a significant difference in terms of postoperative survival between the two types of hip arthroplasty, to assess complications that occurred after the initial intervention and to evaluate the influence of potential risk factors for postoperative mortality.

Methods: Within our retrospective, single center data analysis, 1248 patients who were treated with hip arthroplasty due to femoral neck fracture from 2010 to 2015 were examined at the Department for Trauma Surgery and Sports Traumatology, Social Medical Center East, Vienna. The study included both hemiarthroplasty patients (n=924) as well as total hip arthroplasty patients (n=324). Patient data entries were retrieved from the documentation system of the department.

Descriptive statistics were employed to interpret baseline data. Kaplan-Meier survival analysis was utilized with multiple endpoints of postoperative mortality within 30 days, 6 months and 1 year after surgery to compare survival rates between arthroplasty types. 95% confidence intervals were used to describe estimation uncertainty.

The Cox regression model was fitted to calculate the probability of death at the 1-year follow-up mark and assess the influence of potential risk factors, i.e. postoperative infections and others, in the form of hazard ratios.

In all performed analyses, p-values of <0,05 were considered statistically significant.

Results: Our patient collective included 857 female and 391 male patients.

Hemiarthroplasty patients were both substantially older (p<0,0001) and were subjected to significantly longer postoperative stay (p=0,049), whereas total hip arthroplasty patients have sustained substantially more postoperative complications requiring revision surgery (p=0,003).

Survival among total hip arthroplasty patients was deemed to be significantly higher compared to hemiarthroplasty patients when measured at the selected endpoints of 30 days (HA vs. THA: 93,8% vs. 97,2%; p=0,02), 6 months (HA vs. THA: 84% vs. 94,8%; p<0,0001), 1 year (HA vs. THA: 78,7% vs. 92,6%; p<0,0001) after surgery.

Patients from both groups that have contracted pneumonia postoperatively were significantly more likely to have passed away at the 1-year follow-up mark (both p<0,0001).

For the hemiarthroplasty group, male gender (p<0,0001) and surgery performed between 24 and 48 hours after admission (p=0,036) significantly influenced patient survival 1-year post-op.

For the total hip arthroplasty group, patient age at the time of the initial intervention (p<0,0001) as well as discontinued anticoagulation (p=0,038) have been associated with a significantly higher probability of death at 1 year after the operation.

Conclusion: Femoral neck fracture patients that were treated with total hip arthroplasty within our study collective had a significantly higher survival rate when juxtaposed to patients that were have been treated with hemiarthroplasty for the same diagnosis. The discrepancy in survival is likely due to differences in age and comorbidity level between the two groups.

Postoperative pneumonia had the most substantial impact on 1-year mortality after femoral neck fracture surgery.